Shopping im Internet statt im Kaufhaus

Nein, auch wenn die heutigen Tageszeitungen schon frohlocken, Karstadt ist noch nicht gerettet. Zwar will das Vermieterkonsortium auf ein Großteil der Forderungen verzichten, doch das ändert am Grundproblem noch nichts. Der Investor – ich bewundere Herrn Berggruen wirklich für seinen Mut – steht nun vor der großen Aufgabe, die Karstadt-Warenhäuser rentabel zu machen. Jetzt beginnt die Arbeit erst!

Ist das Kaufhauskonzept wirklich überholt? Fakt ist, dass der Konsumbürger heute in der schönen neuen Medienwelt bequem vom heimischen Sofa aus seine Einkäufe tätigen kann. Egal ob neue Unterwäsche benötigt wird, oder die Butter im Kühlschrank fehlt. Mit einem Mausklick kann das Gewünschte eingekauft werden und wird – bei einem seriösen Versandunternehmen – in der Regel promt geliefert.

Karstadt als auch das insolvente Versandhaus Quelle haben hier den Trend der Zeit einfach verschlafen. Ein funktionierender Online-Shop fehlte bei Quelle völlig. Der von Karstadt schreckte durch seine gruslige Optik – okay, hier wurde in den letzten Wochen nachgebessert – , die umständliche Bedienung – fünf (!) Klicks bis zur gewünschten Kategorie und immer noch nicht das Wunschprodukt gefunden – und seine magelhafte Warenwirtschaft (Artikel waren online nicht lieferbar, obwohl sie in den Filialen durchaus zu erhalten waren) die Schar der Internetkäufer ab. Über die Preisgestaltung will ich jetzt nicht auch noch philosophieren.

Wo geht der Trend hin? Kaufen im Warenhaus oder Online? Hat beides eine Existenzbereichtigung? Wir wissen es nicht. Die MRJ Handelsgesellschaft arbeitet aber daran, Ihnen ein paar funktionierende Online-Shops zu präsentieren, wo das Einkaufen von zu Hause Spaß macht. Nicht alles ist so, wie wir es uns vorstellen. Wir haben noch viel Arbeit vor uns, um unseren hohen Ansprüchen auch nur ansatzweise gerecht zu werden. Was können wir besser machen? Schreiben Sie uns!

Ob wir möglicherweise in ein paar Jahren einmal ein, zwei, viele Ladengeschäfte haben werden, vermag ich heute nicht zu sagen; schließe es aber auch nicht aus. Warum nicht auch den anderen Weg gehen und aus einem Online-Handel ein Kaufhaus machen?

(mrj)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.