Der Schlüssel zum Glück (II)

Gestern begann ich die Geschichte des „Schlüssels zum Glück“ zu erzählen. Ich berichtete, dass ich Mitte der 1990iger Jahre in Berlin-Charlottenburg eine kleine Wohnung gekauft habe und diese mit meinem Freund Matthias als eine Männer-WG bezog.

Jene Wohnung war in einem denkwürdigem Zustand, als ich sie übernahm. Die einzig benutzbaren Räume waren das Wohnzimmer und ein kleines Schlafzimmer. Die sich dazwischen befindende Küche sollte gerade renoviert werden. Das Bad beschränkte sich auf eine Dusche versteckt hinter einem Vorhang in einem Teil der Küche.

Aber es gab kein zurück. Wir bezogen diese viel zu teuer erworbene Wohnung – Matthias hauste in der Wohnstube, ich nahm das kleine Zimmer neben dem Eingang. Nun begann die eigentliche Arbeit: die Herstellung der Bewohnbarkeit der Bleibe. Da ich leider mit zwei linken Händen ausgestattet und handwerklich absolut unbegabt bin, musste Hilfe her. Der Freund eines Freundes, von Beruf Trockenbauer, klagte über zu viel Freizeit. Von da an nicht mehr!

Die Wände der Küche wurden neu verspachtelt; ein separater Raum für ein Bad mittels Trockenbauwänden geschaffen; die Elektrik gänzlich neu gelegt; die Wand der separaten Toilette versetzt; die Küche, das neue Bad, die Toilette und der Flur mit Fliesen versehen; neue Türen in Toilette, Bad und mein Zimmer eingebaut, die übrigen restauriert; ein Zwischenboden geschaffen, sämtliche Räume neu tapeziert und gestrichen…

Zwei Jahre und eine ganze Stange Geld später war die Rekonstruktion der Wohnung abgeschlossen. Matthias war zwischenzeitlich ausgezogen und mir drei Monatsmieten schuldig geblieben, die ich dank eines guten Anwaltes Jahre später dann doch noch bekommen habe.

Der Schlüssel, richtig! Immer wieder hatten wir während der Bauphase Berge von Müll zu entsorgen, welche wir direkt auf die Deponie gebracht haben. So wurde auch die alte Toilettentür – an sich eine schöne alte Tür, an der aber leider der Zahn der Zeit schon zu sehr genagt hatte – von uns weggetragen. Nach der Tour zur BSR räumte ich das Auto auf und fand jenen Schlüssel verloren im Kofferraum herumliegen. Scheinbar gehörte er zu jener eben entsorgten Tür. Seither hat dieser Schlüssel einen festen Platz in der Ablage unter dem Radio in jedem meiner Autos.

Aber warum ist dieser Schlüssel der „Schüssel zum Glück“? Darüber werde ich morgen berichten! 🙂

(mrj)

Ein Gedanke zu „Der Schlüssel zum Glück (II)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.